May 2006
Monthly Archive
Sat 27 May 2006
Der beste Ehemann von allen ist ein großer Verehrer des noch größeren Max Beckmann. Das ist ein wichtiger Grund, um am vorletzten überhaupt noch möglichen Tag die Ausstellung in der Kunsthalle Schirn zu besuchen. Eigentlich hatten wir beide nicht so recht Zeit, aber egal, Beckmann muss sein.
Die Ausstellung war wie so manch andere Ausstellung in der Schirn bereits gewesen ist. Ein kurzer Einleitungstext am Anfang und mehrere kurze filmische Privataufnahmen des Künstlers in Badehose und danach die Bilder; Aquarelle und Pastelle. Irgendwie chronologisch gehängt. Das magere Ausstellungskonzept wurde aber durch die Begeisterungsfähigkeit meines Mannes und dessen Affinität zum Meister wieder wettgemacht.

Fri 26 May 2006
Eines schönen Tages schaute ich auf meinem liebsten Fernsehkanal eine meiner liebsten Fernsehsendungen, die da heißt: karamboulage. In dieser spannenden Sendung werden die Eigenheiten von Deutschen und Franzosen in witzigen Comix für den heimischen Bildschirm aufbereitet. Aber am aller spannendsten ist es, Phänomene aus seinem eigenen Land kennenzulernen, von deren Existenz man bis dato nichts gemerkt hat. In einer der letzten Sendungen gab es einen Beitrag, bei dem es mir wie Schuppen von den Augen fiel und ich mich ernsthaft fragen musste, ob ich denn blind durch die Gegend laufe.
Manch anderer kennt sie sicher schon seit langem, da sie das Straßenbild deutscher Städte prägen: Paketaufkleber der Deutschen Post, die mit Graffiti besprüht wurden. Sie sind überall: an Laternenmasten, an Papierkörben, Rückseiten von Straßenschildern, Zigarettenautomaten. Und das auch in Mainz. Heute früh auf dem Weg zur Arbeit, als es noch nicht geregnet hat in diesem verregneten Mai, zückte ich meine Kamera und fand allein auf die Schnelle einige Exemplare. Mein Forscherdrang wurde aber gerade erst geweckt und mal sehen, was es zum Beispiel in der Hauptstadt noch zu entdecken gibt.

Zigarettenautomat, Bauhofstraße, Mainz

Rückseite des Straßenschildes am Eingang zur Fußgängerzone, Am Brand, Mainz
Tue 23 May 2006
Man glaubt es kaum, aber es ist wahr. Ein Jahr sind Markus und ich jetzt verheiratet. Und das musste gebührend (aber ohne viel Aufhebens) gefeiert werden. Und doch sollte es in einem kleinem Rahmen stattfinden und bei uns zu Hause.
Nachdem wir die Feier sehr kurzfristig geplant und die Einladungen nur eine Woche vorher verschickt hatten, kamen mehr Gäste als wir gedacht hatten, - und die, die nicht kamen, hatten zumindest originelle Ausreden (die orginellste hatte meine Trauzeugin, die so getan hat, als hätte sie jetzt eine lang ersehnte Stelle am Theater in Oldenburg, - Spaß beiseite, natürlich freue ich mich total, dass sie ihren Traumjob bekommen hat).
Leider wurden die Fotos nicht so schön. Ich habe es regelrecht verstanden, unsere Gäste in Zombies zu erwandeln. Ein Lichtblick dagegen waren Diethards Fotografierversuche:

Ina und Andi vor unserer Polaroidbilder-Wand. Strahlende Gäste - zufriedene Gastgeber.
Wed 17 May 2006
Der liebste Ehemann von allen hat das Glück, für 3 Monate bei der Ufa in Potsdam unterzukommen. Um das Glück perfekt zu machen, braucht er aber auch ein Unterkommen in der Fremde. Zu diesem Zweck sind er und ich am vergangenen Wochende nach Berlin gefahren, um für ihn eine Bleibe zu finden. Natürlich geschah dies nicht unvorbereitet. Markus wäre nicht Markus, wenn er sich nicht vorher 1a vorbereitet und zuvor zu potenzielen Wohnungsgebern Kontakt aufgenommen hätte. 3 Wohnungen standen schließlich zur Auswahl und die zweite machte das Rennen: 1Zimmer-Küche-Bad in Schöneberg.
Leider blieb bei dieser Schnellaktion nur wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir waren schließlich nicht zum Spaß da! Nachdem wir die Überreste von Erichs Lampenladen passiert hatten, konnten wir zumindest einen Blick auf den neugestylten Fernsehturm am Alexanderplatz werfen, -passend zur uns im Sommer überkommenden WM.

Ein Dankeschön an dieser Stelle an Frau Feldt, die uns zu einem indischen Restaurant geführt hat, wo es so leckeres Essen gab, dass es sogar unserem Maharadja Palace in Gonsenheim Konkurrenz macht. Das war definitv der (kulinarische) Höhepunkt unseres kleinen Ausflugs in die Hauptstadt.

Sun 7 May 2006
Jura und Karo. Passt irgendwie nicht so ganz. Passt schon eher zum besten Ehemann von allen, nämlich zu meinem. Aber was tut frau nicht alles, um auch knapp ein Jahr nach der Trauung noch attraktiv für ihren Mann zu bleiben, Richtig: frau belegt eine Seminar zu Arbeitsrecht bei Prof. Dr. Röckrath in Hamburg. Ich muss zugeben, dass ich damals mit Kunstgeschichte definitv die bessere Wahl getroffen habe und es auch heutzutage nur probeweise mit Jura angehe. Schließlich muss von dieser Fachrichtung eine gewisse Faszination ausgehen, wie sonst ließe sich die immens große Zahl an Jurastudenten in diesem unseren Land nicht erklären. Das Seminar belegte meine Vorurteile gegenüber diesem Fach: ein guter hochqualifizierter Dozent mit Entertainment-qualitäten steht einer Anzahl zum überwiegenden Teil unkommunikativer Studenten gegenüber, die allerhöchstens versuchen, sich persönlich zu profilieren oder schlichtweg egoistisch den Kurs als privates Beratungsgespräch zu nutzen. Das war böse, aber ich weiß ja, dass es auch nette Juristen gibt.

Wed 3 May 2006
Endlich ein schöner Frühlingstag! Das musste ausgenutzt werden. Und selbstverständlich war die neue Kamera dabei, die wunderbare Panoramafotos gezaubert hat. Drei Mal drücken und schon entsteht ein Breitbandbild, so wie hier im Banner zu sehen.

Wir zwei auf einem Foto kommt auch nicht so häufig vor, aber wie konnte ich dem netten Renter aus der Reisegruppe den Wunsch abschlagen, ein Foto zu schießen ??